Navigation überspringen

Ingenieurbüro für Thermografie 

Die Funktionsweise der Infrarotthermografie

Die Infrarotthermografie ist ein Messverfahren mit dem die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung eines Körpers oder Gebäudes gemessen und in ein Thermogramm umgewandelt werden kann. Dabei werden unterschiedliche Oberflächentemperaturen in unterschiedlichen Farben dargestellt. In diesem Beispiel: blau (12 °C) bis pink (30 °C).

Dies gestattet die wärmetechnische Beurteilung möglicher Schwachstellen. Mängel wie Wärmebrücken, fehlerhafte Baukörperanschlüsse oder Luftundichtigkeiten können erfasst werden. Insbesondere können wir bei Schimmelbefall simulieren, ob dieser periodisch auftritt oder ob Mängel in der Bausubstanz vorliegen. Auch Rohrbrüche von wassergeführten Leitungen können geortet und kostengünstig repariert werden. Mit der, bei uns eingesetzten, Kamera können wir Temperaturen von -40 °C bis +1200 °C messen und Temperaturunterschiede von weniger als 0,08 K darstellen.
Die Einsatzgebiete einer IR-Thermografiekamera sind vielfältig. Wir setzen unsere IR-Thermokamera im Wesentlichen im Bereich der Bauthermografie ein. Aber auch Einsatzgebiete in der Human- und Veterinärmedizin sind möglich.

Bauthermografie

Mit unseren präzisen Wärmebildkameras zur Gebäudethermografie und Bauthermografie können wir Energieverluste und Wärmebrücken an Gebäuden exakt erkennen. Die Einsatzgebiete unserer Kameras sind beispielsweise:

  • Darstellung von Schwachstellen der Außenfassaden von Gebäuden
  • Innenthermografie
  • Überprüfung von Wärmedämmungen auf Fehlstellen
  • Leckageortung
  • Visualisierung von Luftundichtheiten während eines Luftdichtheitstests
  • Überprüfung von Fenstern und Fensteranschlüssen auf ihre Luftdichtheit
  • Visualisierung von Hot Spots bei Photovoltaikanlagen

Photovoltaikthermografie

Der Wunsch nach optimaler Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage und somit das Ziel eines maximalen Stromertrags stehen an erster Stelle bei der Erstellung einer Anlage. Leider zeigt die Wirklichkeit, dass es bereits während einer kurzen Betriebszeit der Anlage zu Leistungsabfällen kommt, die eine Ertragsminderung nach sich ziehen können. 

Ein Grund dafür könnte z. B. ein Wechselrichter mit verringertem Wirkungsgrad sein. Weitere Gründe für Mindererträge können Verschmutzungen durch Vogelkot, Verschattungen durch Bäume oder auch mechanische Beschädigungen und der Ausfall von Einzelzellen sein. Die Folgen sind Überhitzungen von einzelnen Fehlstellen (Hot-Spots) oder ganzer Strings innerhalb einzelner Module, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Dadurch entstehende Minderleistungen von bis zu 20 % sind nicht unüblich.

Mit unseren professionellen Infrarotsystemen in Verbindung mit unserem Flugroboter (Thermocopter) sind wir in der Lage, die sogenannten Hot-Spots bei Anlagen jeder Größe ohne Abschaltung berührungslos überprüfen zu können. Wir können gegebenenfalls bereits vor Ort erste Aussagen zu möglichen Fehlern machen.

Zur Qualitätssicherung Ihrer Anlage und um Montagefehler und Defekte auszuschließen, sollte die Anlage direkt nach Inbetriebnahme überprüft werden. Wir empfehlen eine weitere Messung vor Ablauf der Garantiezeit, um gegebenenfalls noch Ansprüche geltend zu machen.

Veterinär- und Humanmedizin

Auch wenn es unwahrscheinlich klingt, kann eine Thermografiekamera auch in der Human- und Veterinärmedizin eingesetzt werden. Ganz wichtig ist dabei, dass diese Art der Untersuchung im Gegensatz zum Röntgen ohne jegliche Strahlenbelastung für den Menschen und die Tiere erfolgt.

Im Bereich der Veterinärmedizin ergeben sich durch die Thermografie weitere Untersuchungsmöglichkeiten. So können z. B. Unregelmäßigkeiten in Tierhäuten und Fellen erkannt, Trächtigkeitsuntersuchungen unterstützt oder Rücken- und Sprunggelenksverletzungen diagnostiziert werden.

Wichtig: Da wir in dieser Disziplin ausschließlich Thermogramme erstellen, ist es unumgänglich, dass die Auswertung dieser Thermobilder nur durch ausgebildete Mediziner oder Tierärzte erfolgt.